Auto, Training, Kambodscha und Start des DTS
Mahlzeit! Und herzlich willkommen zurück zu meinem Newsletter. Tut mir leid für die lange Pause. Es ist viel passiert und die Zeit verfliegt schneller als man denkt. In den letzten Wochen habe ich ein Auto bekommen, hatte 2 Wochen Mitarbeitertraining, habe meinen Geburtstag in Kambodscha gefeiert und das DTS hat endlich angefangen.
An erster Stelle möchte ich mich an jeden einzelnen bedanken, der sich dazu entschieden hat, mich zu unterstützen. Tatsächlich habe ich auf den Euro genau die 450€ Unterstützung vorerst erreicht. Gepriesen sei der Herr! Ich hatte erst meine Bedenken und habe oft für Finanzen gebetet in dieser Zeit. Aber Gott bricht sein Wort nie und dafür bin ich sehr dankbar, dass ich in vollem Vertrauen in ihm leben darf. Danach kam für 2 Wochen erstmal nichts mehr. Zur selben Zeit habe ich Gott nach einer Lösung gefragt zum Thema Fortbewegungsmittel. Ich habe erst mit dem Gedanken gespielt, hier einen Führerschein für Roller zu machen, oder ein gebrauchtes Auto zu kaufen. An einem Nachmittag habe ich mit einer Freundin von Jon geredet. Jon ist der Besitzer des Hauses, in dem ich gewohnt hatte. Jon hat mehrere alte Autos, die er nicht mehr braucht, und die Freundin von ihm meinte, wenn ich die Batterie, das Öl, die Reifen und Bremsen wechsel, kann ich eines der Autos haben. Ich besitze es natürlich nicht, aber kann endlich alleine zur Kirche fahren und andere Dinge erledigen. Außerdem brauchen wir auch noch mehr Autos, um die Schüler im DTS rum zu fahren. Ich habe mich super gefreut und nach dem Batteriewechsel bin ich das erste Mal eine Testfahrt gefahren. Später am Nachmittag habe ich wieder Zweifel gehabt. Wie soll ich alle Kosten bezahlen? Die neue Batterie war schon nicht so günstig und der Rest zusammen ist über 200€. Also habe ich auf mein Konto geguckt, um zu planen, wie ich mein Geld besser einteilen könnte. Dann habe ich gesehen, dass jemand am selben Tag einen neuen Dauerauftrag eingerichtet hat. Das ist der erste Tag in 2 Wochen, dass jemand sich dazu entschieden hat mich zu unterstützen, und das an genau dem Tag, an dem ich ein Auto zum Fahren bekomme. Gott kann wirklich unglaublich sein. Ich habe keine Bedenken, dass auch der Rest für die Erneuerung fürs Auto zur richtigen Zeit eintreffen wird.

Danach kamen 2 Wochen Mitarbeitertraining, Steve von YWAM Ipoh kam nach PJ um uns zu unterrichten für das kommende DTS. Vor jedem DTS müssen die Mitarbeiter dieses Training machen, und ich bin sehr dankbar dafür, denn ich habe in diesen Tagen so viel gelernt. Ich fühlte mich danach so viel sicherer in das DTS zu starten als davor. Das Training ist für 2 Wochen jeden Tag fast 7 Stunden Lerneinheiten und praktische Übungen, über die verschiedensten Themen. Meine wichtigsten Erkenntnisse waren, dass mein DTS letztes Jahr nicht das perfekte Bilderbuch DTS war. Es macht natürlich viel Sinn, aber durch das Training ist mir erst aufgefallen, wie viel eigentlich anders sein sollte und auch, wie viel ich anders machen will. Ein weiterer großer Bestandteil waren Erwartungen und klare Kommunikation sowie Problemlösung, Planen der Lernphase und des Outreach’s. Vor allem der Outreach war interessant für mich, da ich mir vorstellen könnte, einen Teil davon zu leiten in diesem Jahr. Alles in allem bin ich sehr dankbar für diese Zeit des Lernens und weiterbilden. Dadurch habe ich auch nochmal richtig Vorfreude bekommen auf das, was mich erwarten wird.

Da die Lernphase des DTS 3 Monate lang geht, musste ich vorher meinen Visa-Run machen. Damit ich die 90 Tage Visum erneuern und die volle Zeit der Lernphase in Malaysia bleiben kann, bis dann der Outreach anfängt. Also habe ich gebetet, wo ich hin soll und Gott hat mir die Worte Siem Reap gezeigt. Also habe ich geschaut, ob es dort YWAM gibt und habe dann die Base kontaktiert. Meine Zeit dort war recht unspektakulär, da ich die Zeit nutzen wollte um zu chillen, denn die nächsten 5 Monate habe ich dafür keine Zeit mehr. Über die Zeit war auch mein Geburtstag, an dem wir in einen Slum gegangen sind, um mit Kindern Spiele zu spielen und ihnen von Gott zu erzählen. Ich habe in meiner Zeit dort viele Freunden gemacht und außerdem das Wahrzeichen von Kambodscha besucht: Angkor Wat

Zurück in Malaysia hat dann endlich das DTS angefangen. Inzwischen ist eine Woche vergangen und der Start hätte für mich nicht besser sein können. Wir haben uns in der letzten Woche noch dazu entschieden, eine weitere Schülerin aufzunehmen. Damit wären wir insgesamt 6 gewesen. Doch leider hat es das Ehepaar aus Mauritius nicht geschafft, den Flug zu bekommen. Es gab anscheinend Probleme mit dem Visum und jetzt fehlte ihnen das Geld, einen neuen Flug zu kaufen. Wir sind alle sehr traurig darüber, aber wir vertrauen auf Gott, dass er einen Plan hat und sie ihr DTS wo anders machen können. Der Rest aus der Gruppe ist gut angekommen und wir haben trotzdem noch 4 Schüler aus 4 verschiedenen Nationen. Ein richtig internationales DTS. Aber damit kommen auch Schwierigkeiten. Enshuai aus China ist noch dabei Englisch zu lernen. Das heißt, im Unterricht muss er Google Übersetzer benutzen. Tomoari aus Japan versteht zwar mehr, aber auch nicht alles. Die beiden Mädchen aus Myanmar und Malaysia können alles gut verstehen. Trotzdem war die erste Woche echt super. Die Schüler verstehen sich gut und alle sind dabei, sich kennenzulernen.
Für mich war die erste Woche der absolute Hammer. Ich habe das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, dass ich das mache, wofür ich gemacht bin. Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben. Mein Herz überfließt jeden Tag mit so viel Freude, es ist echt unglaublich. Alles, was ich davor gemacht habe, kommt nicht ansatzweise daran heran. Und das ist erst die erste Woche, ich kann den Rest kaum erwarten und bin echt gespannt. Mein Leben nach Gottes Plan auszurichten war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.
Gebetsanliegen
- Gesundheitliche Stärke für alle Schüler und Mitarbeiter
- Schnelles Englisch lernen für Tomoari und Enshuai
- Öffnen der Herzen für die Schüler

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