Verantwortung und Finanzen
Mahlzeit! Und herzlich willkommen zurück zu meinem zweiten Newsletter. Seit dem letzten Mal ist viel passiert. Dieses Mal berichte ich über einen von mir gestalteten Unterricht, ein Jugendcamp und Erfahrungen mit Finanzen. Viel Spaß beim Lesen!
Nach der Konferenz war das nächste größere Event für mich eine Lehrstunde in einem Waisenhaus (Trinity Community Children Home, kurz TCC). Dort haben wir mit den Kindern seit 12 Sonntagen immer über bestimmte Themen gelehrt, die wir auch im DTS behandeln- wie zum Beispiel Gottes Stimme hören, Mission, Sünde usw.
Ich war in der letzten Woche dann damit dran, über Teamwork und Leitung zu reden. Zuerst war ich ziemlich nervös weil ich vorher noch nie so eine Unterrichtsstunde gestaltet habe, aber nachdem wir angekommen sind ist mir klar geworden, das ich in dem Alter von den Kindern oft nur halb zugehört habe und mir egal war wie gut der „Lehrer“ seinen Job macht. Die meisten Kinder waren 14-15, es gab aber auch ein paar 17 Jährige. Nachdem meine Nervosität dann weg war, war alles ganz einfach für mich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und richtig viel Spaß gehabt. Der Unterricht war also ein voller Erfolg und das Feedback danach war auch super. Da viele von den Kindern Englisch nicht als ihre erste Sprache haben, sind sie beim Sprechen oft noch schüchtern. Das habe ich dann auch in der Woche darauf gemerkt, als wir zum Abschluss einen Outreach geplant haben. Die Idee ist ganz einfach: wir beten zuerst und hören was Gott sagt, dann schreiben oder malen wir das auf Karten auf. Da kommen dann oft Verse dabei raus zum Motivieren, oder simple Sätze wie: Jesus loves you. Anschließend gehen wir in die Umgebung und suchen Leute, denen wir mit der Karte eine Freude machen können. Zwei Personen wollten meine Karte nicht, was natürlich mal passieren kann. Meine beiden Schüler aber hatten mehr Erfolg und konnten die Karten an Leute weitergeben. Ich denke, es ist gut, dass die Schüler sehen dass selbst, wenn man es schon oft gemacht hat, dass trotzdem noch Ablehnung von den Leuten kommen kann und dass das auch ok ist.

Eine Woche später hat dann das Jugendcamp stattgefunden. Da ja viele der Kinder das Geld selber nicht zahlen konnten, waren wir auf Spenden angewiesen. Und tatsächlich kamen die Spenden am letzten Tag, bevor das Camp gestartet ist, in der Nacht noch an. Halleluja! Insgesamt waren wir 28 Kinder und 11 Mitarbeiter. Also recht entspannt aufgeteilt für jeden. Ich war zuständig für die Icebreaker, also Minispiele und auch für die großen Spiele, die draußen waren. Wir haben z.B. Capture the Flag gespielt im Regen, was für ziemlich viel Aufregung gesorgt hat. Wir haben auch Sessions gehabt, wo wir über Jesus, Identität und Berufung geredet haben. Das Ziel des Camps war es, den Kindern Gott näherzubringen und dabei so viel Spaß wie möglich zu erleben. Die Kinder haben alle das Wochenende geliebt und wollten noch länger bleiben. Für mich war es ganz schön anstrengend, vor allem Samstag, weil ich die Spiele fast ganz alleine geleitet habe. Es hat mir aber echt viel Spaß gemacht und ich konnte viel lernen.




Vor dem Camp gab es für mich ein Erlebnis, was für mich auch sehr interessant war. Seitdem ich wieder in Malaysia bin, arbeite ich sozusagen als Vollzeit Missionar. Damit bin ich auf Gott und Unterstützung mit Spenden anderer angewiesen. Natürlich wusste ich das schon vorher und ich habe mich ja auch bewusst auf dieses Risiko eingelassen. Aber wenn man abends alleine im Zimmer sitzt, dann kommen gerne mal Zweifel auf. Was ist, wenn die Spenden nicht reichen? Was passiert, wenn mein Konto auf 0 ist? Also habe ich gebetet zu Gott. Ich habe für Stärke gebeten und Zuversicht. Da ist mir Psalm 23 Vers 1 eingefallen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Dieser Vers wurde mir oft schon von anderen Leuten zugesprochen und auch in dieser Situation hat er mir geholfen. Wenn Gott sagt, mir wird es an NICHTS mangeln, dann meint er das auch so. Er bricht seine Versprechen nie. Danach habe ich mich an all die Male erinnert, als Gott mir zugesprochen hat, in Mission und YWAM PJ zu bleiben. All diese Versprechen von Gott gelten immer noch, er würde mir nicht sagen, in PJ zu bleiben, nur um dann 5 Monate später nicht mehr für mich zu sorgen. Es geht so schnell, dass man vergisst, was Gott für einen getan hat, aber ich bin dankbar für dieses Erlebnis. Nach dem Beten habe ich dann auf mein Konto geschaut und es wurde mir tatsächlich kurz davor Geld überwiesen. Der Herr tut auch heute noch Wunder.
An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an jeden, der mich unterstützt, egal wie groß die Summe ist. Ohne euch ist das, was ich hier mache, nicht möglich. Auch ein großes Danke an jeden, der für mich und die Gebetsanliegen betet. Das ist der Grundstein für mich und meine Zeit hier. Gerne könnt ihr mich auch unterstützen und mir helfen, in dem ihr diesen Newsletter mit jedem teilt, für den das interessant sein könnte.
Bis zum nächsten Mal!
Gebetsanliegen:
- mehr Schüler für unser DTS was im Juli startet, es gibt einen weiteren Schüler!!! Insgesamt sind wir jetzt bei zwei
- wir haben drei Anfragen auf der Website-> potentielle Schüler
- mehr Mitarbeiter für unsere Base, Michelle wurde diesen Monat verabschiedet
- dass mir die Sprache zu lernen leicht fällt, sodass ich mich besser mit Einheimischen verständigen kann
- mehr finanzielle Unterstützung für mich. Von den ursprünglich angesetzten 370€ fehlen nur noch 20€ pro Monat. Ich habe aber leider gemerkt, dass ich eher 450€ pro Monat brauche und dazu kommen noch Kosten wie Flüge usw

Member discussion